Backen/ Europäische Küche/ Hauptspeise/ Italienische Küche/ Pizza

Original römischer Pizzateig

Nahaufnahme von vier gleichmäßig geformten Pizzateig-Ballen für römische Pizza in einer weißen Gärbox. Die Teiglinge haben eine matte, glatte Oberfläche und ruhen auf einer Schicht aus hellem Mehl oder Semola. Das Bild zeigt die Vorbereitung der Stückgare für eine besonders knusprige Pizza aus einer leicht schrägen Draufsicht.

Original römischer Pizzateig – dünn, knusprig und voller Aroma

Wenn man an italienische Pizza denkt, landet man oft gedanklich direkt in Neapel – dabei hat auch Rom seine ganz eigene Pizzakultur hervorgebracht. Die Pizza Romana steht für eine traditionsreiche, rustikale Variante, die seit Jahrzehnten in den Straßen und Trattorien der Ewigen Stadt gebacken wird. Schon seit den 1950er-Jahren ist sie fester Bestandteil des römischen Alltags: Dünn ausgerollt, mit Olivenöl im Teig und gebacken bis zur perfekten Knusprigkeit. Anders als ihr neapolitanisches Pendant verzichtet sie auf einen dicken Rand – und setzt stattdessen auf klare Aromen und ein krachendes Esserlebnis.

Was macht den römischen Pizzateig besonders?

Die Pizza Romana unterscheidet sich von anderen Pizzastilen vor allem durch ihre Textur und Struktur: Der Teig wird sehr dünn ausgerollt, wodurch die Pizza beim Backen besonders knusprig wird. Das macht sie zum idealen Begleiter für klassische Beläge mit Tomatensauce, Mozzarella oder frischen Gemüsevarianten.

Ein entscheidender Faktor ist dabei die Fermentation des Teigs. Längere Ruhezeiten und ein hydrierter (wasserreicher) Teig führen zu einer offenen Krume und aromatischem Geschmack, der weit über den eines schnell zubereiteten Brotteigs hinausgeht.

So gelingt euch Pizza wie beim italienischen Pizzabäcker

Wer einmal authentische italienische Pizza gegessen hat, versteht sofort den Unterschied. Wenige, hochwertige Zutaten, sorgfältige Handarbeit und Leidenschaft machen sie unvergleichlich. Um die perfekte Pizza zu backen, müsst ihr ein bisschen Zeit mitbringen. Wobei: Das allermeiste ist Wartezeit. Nämlich darauf, dass der Teig fermentiert. Außer Warten macht die Zubereitung wirklich wenig Mühe und mit ein paar Tricks, die wir euch unten verraten, gelingt die Pizza genau so wie ihr sie vom Pizzabäcker eures Vertrauens kennt! In unserem Beitrag „Pizza Perfetta – Die Kunst des Pizzabackens“ findet ihr mehr Informationen rund um’s Pizzabacken – ein Muss für alle Pizzafans!

Draufsicht auf eine ganze, frisch gebackene Pizza Salami auf einem hellen Marmoruntergrund. Die Pizza hat einen hohen, luftig aufgegangenen und leicht leopardierten (punktuell dunkel gebräunten) Rand. Sie ist belegt mit roter Tomatensauce, geschmolzenem Mozzarella und mehreren Scheiben würziger Salami. In der Mitte der Pizza liegen als Garnitur frische, grüne Basilikumblätter.

Pizzasauce nach italienischem Vorbild

Für die perfekte Pizza braucht es natürlich auch eine richtig gute Tomatensauce. Sie bildet die geschmackliche Basis und entscheidet maßgeblich darüber, ob die Pizza harmonisch und ausgewogen schmeckt. Probiert daher unbedingt auch unser Rezept für eine fruchtige Pizzasauce nach italienischem Vorbild, bei der der pure Tomatengeschmack im Mittelpunkt steht. Mit wenigen, hochwertigen Zutaten unterstreicht sie den knusprigen Boden, ohne ihn zu überdecken – genau so, wie man es aus einer guten italienischen Pizzeria kennt.

Unser Tipp: Auf die Hydration achten

Ein entscheidender Faktor für die Qualität eines Pizzateigs ist der sogenannte Hydrationsgrad, also das Verhältnis von Wasser zu Mehl. Je höher der Wasseranteil – etwa 60–75 % Hydration – desto feuchter und elastischer wird der Teig. Das Ergebnis ist eine Pizza mit luftigem Rand, offener Porung und knuspriger Kruste, wie ihr sie aus Neapel kennt. Allerdings ist ein hoher Wasseranteil auch etwas anspruchsvoller in der Verarbeitung, da der Teig weicher und klebriger wird. Mit etwas Übung werdet ihr jedoch mit einem unvergleichlichen Geschmackserlebnis belohnt – und eure Pizza kommt dem italienischen Original ein großes Stück näher.

Häufig gestellte Fragen (FAQ):

Was macht römischen Pizzateig besonders?

Römischer Pizzateig wird sehr dünn ausgerollt und beim Backen besonders knusprig. Dadurch entsteht eine feste, krosse Basis mit leicht zarter Struktur.

Warum wird der Teig so dünn ausgerollt?

Das dünne Ausrollen sorgt dafür, dass die Pizza gleichmäßig durchbackt und ihre typische knusprige Textur bekommt. Im Gegensatz zu dickeren Teigen steht hier die Knusprigkeit klar im Vordergrund.

Wie wird der Pizzateig besonders knusprig?

Neben dem dünnen Ausrollen spielt auch die richtige Backweise eine wichtige Rolle: Eine ausreichend hohe Temperatur und genügend Backzeit sorgen dafür, dass der Teig komplett austrocknet und kross wird.

Kann ich den Teig vorbereiten und später verwenden?

Ja, der Teig profitiert sogar von einer längeren Ruhezeit. Durch die Fermentation entwickelt er mehr Aroma, wird elastischer und lässt sich später besser verarbeiten.

Welche Beläge passen am besten zu römischer Pizza?

Durch den dünnen, knusprigen Boden eignet sich römische Pizza besonders gut für klassische und eher leichte Beläge wie Tomatensauce, Mozzarella oder Gemüse, da sie den Teig nicht zu stark durchweichen.

Drucken
clock clock iconcutlery cutlery iconflag flag iconfolder folder iconinstagram instagram iconpinterest pinterest iconfacebook facebook iconprint print iconsquares squares iconheart heart iconheart solid heart solid icon
Pizzateigling

Original römischer Pizzateig


5 Stars 4 Stars 3 Stars 2 Stars 1 Star

Noch nicht bewertet

  • Autor: Adele & Lukas
  • Gesamtzeit: 24 Stunden 30 Minuten
  • Portionen: 4 1x
  • Ernährungsform: Vegetarian

Beschreibung

Pizzen mit superknusprigem Rand und klassischem Belag: Wir verraten euch unser Rezept, das wirklich superleicht zuzubereiten ist und wie beim Italiener schmeckt.


Zutaten

Skalieren
  • 600 g Pizzamehl Tipo 00
  • 400 g kaltes Wasser
  • 3 g Frischhefe
  • 30 ml Olivenöl
  • 5 g Honig
  • 15 g Salz
  • 100 g Semola für die Arbeitsfläche


Zubereitung

  1. 400 g Pizzamehl Tipo 00, 400 g kaltes Wasser, 3 g Frischhefe, 5 g Honig
    Zur Zubereitung des Vorteigs 400 g Pizzamehl, kaltes Wasser, Hefe und Honig vermengen und abgedeckt für 1 Stunde bei Zimmertemperatur (<23 °C) gehen lassen. Tipp: Am besten mit einem Infrarot-Thermometer regelmäßig die Teigtemperatur messen. Diese darf 23 °C nicht überschreiten, da sonst die Hefe nicht mehr optimal arbeitet.
  2. 200 g Pizzamehl Tipo 00, 20 ml Olivenöl, 10 g Salz
    Das restliche Mehl, Olivenöl und Salz hinzugeben und 10 Minuten kneten. Am besten verwendet ihr hierfür eine Küchenmaschine. Auch hierbei darauf achten, dass die maximale Teigtemperatur von 23 °C nicht überschritten wird. Der Teig ist fertig geknetet, sobald keine Teigreste mehr am Schüsselrand kleben bleiben.
  3. 10 ml Olivenöl
    Einen Schuss Olivenöl über den Pizzateig geben und diesen mit den Händen einreiben. Anschließend den Teig in eine Teigwanne legen und mit dem Deckel verschließen. Wer keine Teigwanne hat, kann auch eine Auflaufform verwenden und diese mit einem feuchten Handtuch oder mit Klarsichtfolie abdecken.
  4. Den Pizzateig für mindestens 6, aber maximal 24 Stunden in den Kühlschrank stellen, damit sich die gewünschte Textur und die gewünschten Aromen entwickeln können.
  5. Ungefähr 2–3 Stunden vor der Zubereitung der Pizzen den Pizzateig aus dem Kühlschrank nehmen und vier gleichmäßige Teiglinge formen. Die Teiglinge in der Teigwanne abgedeckt für weitere 2–3 Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen. Somit erhöht sich die Temperatur der Teiglinge ein wenig, wodurch sich diese einfacher verarbeiten lassen.
  6. 100 g Semola
    Zum Formen der Pizzen zunächst die Arbeitsfläche mit Semola bestreuen. Einen Teigling mit den Händen umfassen und mit beiden Daumen eine Vertiefung in die Kugelmitte drücken. Um die Vertiefung auszuweiten, beide Hände übereinander legen, sodass die Finger in den Zwischenräumen der anderen Hand liegen. Die Vertiefung in der Teigmitte behutsam ausweiten. Den Teig wenden und nun die Vertiefung von der anderen Seite weiter ausdehnen. Dabei darauf achten, dass immer ausreichend Semola vorhanden ist, damit der Teig nicht an der Arbeitsfläche kleben bleibt. Diesen Vorgang noch ein- bis zweimal wiederholen, bis die Pizza ihre gewünschte runde Form und einen Durchmesser von ca. 30 cm hat.

Notizen

Für unsere Pizzen verwenden wir eine Mehlmischung aus 5/6 Teilen Caputo Pizzeria und 1/6 Teil Caputo Nuvola.

  • Vorbereitungszeit: 30 Minuten
  • Ruhezeit: 24 Stunden
  • Kochzeit: 0 Minuten
  • Kategorie: Hauptspeise
  • Methode: Vermengen
  • Cuisine: Italienisch

Ab auf die Einkaufsliste!

NEWSLETTER-ABO

ABONNIERE UNSEREN NEWSLETTER UND VERPASSE IN ZUKUNFT KEIN REZEPT MEHR!

Wir senden keinen Spam! Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.

Keine Kommentare vorhanden

Schreibe einen Kommentar

5 Stars 4 Stars 3 Stars 2 Stars 1 Star